Frank Obertin: Tradition und Innovation seit über 30 Jahren
Als ich im Frühjahr 1983 begann, in Remerschen eine Bäckerei einzurichten, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich 30 Jahre später am selben Ort immer noch Bio-Brot herstellen würde. Die alte Backstube hatte damals ein paar Jahre leer gestanden. Mobiliar, Knetmaschine und vor allem der alte Steinofen strahlten die Romantik althergebrachten Handwerks aus.
Und genau das passte zu meinem Vorhaben, ein Brot nach alter Tradition herzustellen.
Für mich stand fest, dass mein Brot aus Bio-Vollkornmehl, mit einem Natur-Sauerteig und ohne Zusatz von Hefe gebacken werden sollte.
So entstanden Brote, welche heute noch Schlager sind bei uns: Unser Vollkorn-Weizen, das Sesam- oder das urig-aromatische Roggenbrot. Zuerst musste ich einen Sauerteig anstellen, den so genannten Deesem (lux.). Ich probierte rum und versuchte, den launischen und sauren Gesellen bei Laune zu halten. Bis heute versieht er – inzwischen 30 jährig geworden! – treu seinen Dienst.
Die Nachfrage nach unseren Produkten stieg stetig, das Angebot wurde erweitert. So wurde ab 1991 auch Hefebrot in unser Sortiment aufgenommen.
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2013: Inzwischen war viel Wasser unter den Moselbrücken durchgeflossen. Der Steinofen war uralt geworden und die Backstube mit der steigenden Nachfrage überfordert.
Es war an der Zeit, einen neuen Schritt zu tun:
Eine neue Backstube: das OIKO-Bakhaus in Münsbach
Mitte Mai 2013 wurden die letzten Brote der Boulangerie Artisanale Obertin in der Remerscher Backstube gebacken.
Dann zogen Knetmaschinen, Mehl, Sauerteig und die Bäcker nach Münsbach, ins OIKOPOLIS Zentrum, wo sie eine neue Backstube erwartete. Am 4. Juni 2013 wurde die Produktion am neuen Standort wieder aufgenommen.
Zwischen den alten und den neuen Öfen liegen Welten
Das Abenteuer Brot geht weiter……













